Die Kleinschmidts

DIE KLEINSCHMIDTS

2002 veränderte ich mein Leben und ein Jahr später fühlte ich zum ersten Mal meinen brennend heißen Herzenswunsch, Bücher zu schreiben. Ich wollte eine Buchreihe für Jung und Alt zu Papier bringen und sie sollten „Die Kleinscchmidts“ heißen. Freunde hatten Jahre zuvor unsere Familie scherzhaft so genannt und somit war der Titel geboren.  Die Inhalte , die in mancherlei Hinsicht unser bisheriges Familienleben widerspiegelten, wollten mit Phantasie kombiniert aus mir heraus fließen.
Ich spürte, wie sehr sich die Charaktere unserer Familienmitglieder, ganz gleich, ob es Menschen oder Tiere waren, liebevoll und amüsant zum Ausdruck bringen wollten. Jede individuelle Einzigartigkeit faszinierte mich und die Geschichten, die ein jedes „Kleinschmidtmitglied“ in sich trug, ebenso.
Nach dem Motto: „Das Leben schreibt die besten Geschichten!“

Dennoch waren anfangs große Zweifel in mir, ob ich überhaupt in der Lage sein würde, Bücher zu schreiben. Schließlich hatte ich es weder gelernt, studiert, noch mich zuvor intensiv damit beschäftigt. Da war einfach nur dieser brennend heiße Herzenswunsch, Bücher zu schreiben. Und sollte dies tatsächlich ausreichen, um es einfach zu tun?

Viele Tiere zählten zu unseren Familienmitgliedern. Da war die kämpferische Straßenkatze Victoria, die zur Hauptfigur im ersten Band wurde. Und es folgte im zweiten Band der Titelheld Struppi, ein Zottelhund der aus seinem ungeliebten Zuhause davonlief und mutig auf dem Weg in eine ungewisse Zukunft war.
Dann gab es noch die große bärenähnliche Hündin Molli, die für ihr Leben gerne Möhren fraß und Kater Luipold mit seinen schönen, langen, weißen Schnurrhaaren. Sein bester Katerkumpel Toulouse kuschelte sich immer besonders gerne an ihn. Und Zicke Lilly, die ewig nörgelnde Katzendame, ist auch ganz wichtig zu erwähnen.
Selbst das Gänsepaar Emma und Willi, die ewigen AusreißerKaninchen Max und Moritz, zwei lebhafte Wasserschildkröten Gisela und Karl-Heinz und zuletzt Festus, der ausgesprochen eigenwillige Esel mit seinen unglaublich langen Ohren, verleihen den Kleinschmidt-Bänden ihren ganz eigenen Charme.

Das Schöne an diesem Familienverbund ist die lebendige, bedingungslose Liebe, die auch bei all den vielen täglichen Dramen spätestens zur Nachtruhe einen friedlichen Zauber durch das Kleinschmidtzuhause wehen ließ.

Sehr dankbar bin ich für die wundervollen Botschaften, die ich aus der geistigen Welt erhielt und sich wie ein roter Faden durch die Geschichten ziehen. Auf diese Weise wollen sie mit der ganzen Welt geteilt werden.

2006 bis 2009 entstanden die ersten drei „Die Kleinschmidts- Bände“ und es sind noch weitere geplant.
Zwei Ausgaben wurden bereits veröffentlicht und nun freue ich mich sehr darüber, dass im Jahr 2021 der Zeitpunkt einer Neuauflage in Zusammenarbeit mit der Illustratorin Sandra Frässdorf gekommen ist, die sich nachfolgend vorstellt. Herzlich willkommen in der Kleinschmidt-Welt!


Wer ich bin und wie ich hier hin kam, wo ich nun stehe

Obwohl ich weiß, dass es Sinn macht, am Anfang zu beginnen, so frage ich mich schon länger, wo dieser eigentlich genau liegt. Vielleicht beginne ich einfach absolut am Anfang:
Mein Name ist Sandra Fräßdorf und ich wurde im Dezember 1985 geboren. Die Freude am Malen und die Lust aufs Kreativsein begleitet mich seit dem so sehr, wie mein Herzschlag. Sie ist immer da und hält mich am Leben. Schon in der Schulzeit wurde mir von meinen Mitschülern viel Bewunderung für meine Zeichnungen entgegen gebracht. Nicht schwer zu erraten, dass ich auch in Kunst meist mit einer „1“ abschnitt. Dennoch war der Weg hier her -also in das Bewusstsein, ich könne ein Künstler sein- ein sehr holpriger. Auch heute noch ist es meine wichtigste tägliche Übung, mir und meinen Fähigkeiten zu vertrauen. Hinter ihnen zu stehen und zu sagen: „Ja! Ich tue da etwas wirklich Wunderbares! Ganz einfach schon deswegen, weil es etwas ist, das ich von Herzen liebe!“. Zwar habe ich mir schon von Kindheit an gewünscht, mal etwas Künstlerisches zu arbeiten, hätte es aber ehrlich gesagt niemals für möglich gehalten, dass dies wirklich einmal eintreten könnte. Viele destruktive Vorstellungen davon, dass andere einfach „besser“ und talentierter sind, alles viel schöner können, bemerkenswertere Ergebnisse vorweisen und meine Kunst einfach nur „mein Rummalen“ ist, das ich zwar gerne tue, was aber keiner Aufmerksamkeit von außen würdig ist, pflasterten meinen Weg. Auch wenn ich im Prozess des Malens vollkommen aufgehe und dabei einen Zustand erreiche, der mit vollkommenem inneren Frieden schwingt, so erschütterte mich bisher spätestens in dem Moment, in dem ich das Ergebnis präsentierte und der Beurteilung anderer preisgab, wieder der alte Zweifel, ja regelrecht Stress. Dann hatte ich das Gefühl, z.B. bei einer Auftragsarbeit, dass das Ergebnis einfach ungenügend sein muss.

Ich meine, wie absurd, oder? Schon, wenn ich mir vor Augen halte, dass es Menschen gibt, die bei mir ein Bild beauftragen, zeigt doch, dass meine Kreationen denjenigen so erreicht haben, dass dieser gerne ein eigenes Kunstwerk aus meiner Hand haben möchte. Mehr JA zu meiner Kunst kann doch nun wirklich keiner sagen! Wenn diese Menschen an mich glauben, wieso glaube ich nicht an mich? Und so hielt sich in mir hartnäckig das Gefühl, in der Welt der Künstler sowieso niemals bestehen zu können.
So steckte ich 19 Jahre lang gewaltig fest in meinem „zweiten Leben“ als Augenoptikerin und nährte mich von meinen unterschätzten und vermeintlich unerreichbaren Träumen, einmal eine Künstlerin mit einem ganz kleinen Atelier an der Küste sein zu können. Zwar sehe ich dieses winzig kleine Haus am Meer schon lange sehr detailliert vor meinem inneren Auge, habe es jedoch immer als unerreichbares Fantasiegespinst abgetan. In all den Jahren, in der ausschließlich die Augenoptik meinen beruflichen Weg prägte, war ich damit häufig recht unerfüllt. Das Gefühl, mich aus diesem Korsett befreien zu wollen, jedoch unfähig zu wissen wie, schnürte mir manchmal fast die Luft ab. Bis zu dem Moment, wo mein Leben eine Wendung erfuhr, die aus einer komplett unerwarteten Richtung geschah.
Dass ich jenen einmal als den Moment bezeichnen würde, in dem ein spürbarer Wandel seinen Anfang nahm, kann ich auch jetzt nur rückblickend sagen. Damals hätte ich das niemals vermutet! Der kleine Anstoß für die Veränderung meines Weges ist im August 2017 geboren, hat vier Pfötchen, schwarzes Fell und heißt Eddi. Der süße und verrückte Kater sollte als kätzische Gesellschaft für unsere neun Jahre ältere Katzenlady Maya unsere Familie bereichern. Auch das begann damals erstmal nur als Versuch, weil wir nicht ahnen konnten, ob die Vergesellschaftung klappen würde. Dies ist nun fast 4 Jahre her und ich kann mit Freude sagen: ja, es hat geklappt! Doch was ist in der Zwischenzeit passiert? Wie kommt es, dass mit dem kleinen schwarzen Seidenknäuel ein neuer Weg begann?
Wie so oft führte mich eine Situation ins Licht, die es am Beginn des Weges nötig machte, noch einmal ganz tief ins Dunkel zu steigen. Es begann damit, dass Kater Eddi im Alter von anderthalb Jahren plötzlich anfing, auf unser Sofa zu pinkeln. Immer und immer wieder, bis wir es nicht mehr als Ausnahme abtun konnten. Wir wussten kaum ein noch aus! Die Verzweiflung war groß und ich habe oft geweint deswegen.
In der Vergangenheit hatte ich bei unserer Katze Maya schon erstaunliche und positive Erfahrungen mit der Tierkommunikation gemacht, weswegen mir dies dann als einzig möglicher Schritt erschien, um zu erfahren, was mit unserem Kater los ist. Nur war dies schon sehr lange her, so dass ich keinen Kontakt mehr in diese Richtung hatte. Wie nun in der weiten Welt des Internets einen seriösen Anbieter finden? Auf Arbeit unterhielt ich mich dann darüber mit einer Kollegin, von der ich wusste, dass sie dieser Thematik zugewandt ist und bekam prompt den Anstoß in die neue Richtung: Sie hätte da mal vor einiger Zeit etwas in einem Magazin gelesen über eine Frau, die mit Tieren kommuniziert und daraufhin mit ihrer Katze ganz wunderbare Erfahrungen gemacht. Nachweislich darf ihre Tochter, von der sich die Katze ausnahmslos vorher nie berühren lies, diese seit dem Gespräch sogar am Bauch streicheln. Da war sie, meine Lösung! Ich bekam die Kontaktdaten von meiner Kollegin und meldete mich noch am selben Abend.
So lernten wir also Kirsten kennen. Einige Tiergespräche und Stressablösungen später, war klar, dass unser Kater es sich zur Aufgabe erklärt hatte, unseren Stress zu schultern und daraufhin immer wieder (im wahrsten Sinne) „pissig“ zu werden. Er spürte, wie sehr wir unseren Herzensweg verleugnen und uns verbiegen und in ein Lebensgerüst pressen, das uns klein und unbedeutend sein lässt. Die eigenen Talente und Fähigkeiten nicht anerkennend, in einem Hamsterrad aus alten Glaubenssätzen gefangen, welches es unmöglich macht, die eigenen Flügel wahrzunehmen und auszustrecken. Er wollte, dass wir endlich ins Fühlen kommen. Und gefühlt habe ich in dieser Situation, die fast ein Jahr andauerte, wahrlich viel!
Im Zuge der Zusammenarbeit erfuhren wir, dass Kirsten sich nicht nur um die innere Welt der Tiere kümmert, sondern auch in Kursen und Schulungen den Menschen Hilfe zur Selbsthilfe bietet, in ein liebevolles Verhältnis zu sich selbst zu gelangen.
So kam es, dass ich mich dafür entschied, den Weg der inneren Heilung zu gehen. Längst war ich vertraut mit all meinen anerzogenen Schuldgefühlen, Schmerzen, Ängsten und voller Selbstkritik. Ich war dessen so überdrüssig und hatte richtig Bock, daran endlich etwas zu ändern. Diese Baustellen endlich zu bearbeiten, war so eine befreiende Aussicht! Schon der Gedanke, endlich Hilfe mit dem eigenen Seelenleben zu bekommen und ordentlich unter meinem Teppich aufzuräumen, machte mich etwas leichter. Ich hatte mir schon lange so eine helfende Hand gewünscht, wusste aber nie, woher ich diese bekommen sollte.
Zuerst wollten mir die typischen Gedankengänge den Blick verstellen: „das ist so teuer! Der Weg nach Bleckede ohne Auto, jeden Monat.. – wie soll das gehen? Außerdem haben wir alle 2 Wochen keine Zeit. Das wird uns wohl schon so im Weg stehen, dass es eh nicht möglich sein kann. Keiner macht uns einen Wunschtermin…!“
Was soll ich sagen? Nachdem ich all das auch kommuniziert hatte, geschah genau das Gegenteil. Alles fügte sich genau so, wie wir es brauchten! Aus dieser Zeit ist mir intensiv im Kopf folgender Satz hängen geblieben:“Was wir wirklich wollen, wird wahr!“
Und so kam es, dass wir parallel zu den letzten Tierkommunikationen, bei Kirsten 11 Monate lang das angeleitete Selbststudium besuchten und unserer inneren Welt dabei ganz nah kamen. Plötzlich spielten Worte wie „Konditionierung“, „Eigenliebe“ und „positive Affirmationen“ eine riesen Rolle in unserem Leben. Ich schreibe bewusst uns, weil ich sehr glücklich bin, dass mein lieber Schatz sich trotz Skepsis sehr offen darauf eingelassen hat, obwohl ich diesen Kurs auch alleine besucht hätte. Davon haben wir auch als Paar enorm profitiert, weil wir nun beide den gleichen Wissensstand teilen und unser Lebensalltag durch die Bewusstwerdung sehr bereichert wird. Mir scheint, dass auch er dadurch unter anderem den Mut fand, seinen künstlerischen Weg zu verfolgen, womit er mir ein leuchtendes Beispiel ist, das ich bewundere und dem ich gerne folge.
Die Welt dreht sich immer weiter, auch wenn nicht allen immer alles gefällt. Letztlich ist es doch sowieso so, dass Kunst unmöglich irgendwelchen wertenden Aussagen wie „gut“ oder „schlecht“ unterworfen werden kann. Entweder erwischt sie uns ganz tief drin oder eben überhaupt nicht. Und beides ist in Ordnung!
Das Selbststudium bei Kirsten hat unsere Blickwinkel auf viele Dinge verändert. Es ist ein beruhigendes und wunderschönes Gefühl, sich nicht mehr wie der Spielball im eigenen Leben zu fühlen und als solcher immer nur auf Ereignisse zu reagieren, statt selbst die Zügel in der Hand zu halten. Auch mit dem intensiven Einzug der Eigenliebe in unser Leben fühlt sich alles noch einmal so viel schöner an. Ich kann ganz klar sagen, dass mein Vertrauen in den Fluss des Lebens und in mich so sehr gewachsen ist, dass ich selbst in den vergangenen Monaten, in denen die ganze Welt kopfstand, von sehr viel Ruhe und Frieden, Glück und Dankbarkeit geführt wurde. Ich kann über diese Zeit in meinem persönlichen Leben ausschließlich von schönen und erfüllenden Erlebnissen berichten. Dazu gehört auch das eine besondere Erlebnis, welche mich an diesen gegenwärtigen Moment geführt hat: Beflügelt von all den schönen und friedlichen Gedanken, habe ich im Sommer 2020 begonnen, meine starren und einengenden selbst auferlegten Vorgaben beim zeichnen aufzubrechen. Bis dahin war es immer so gewesen, dass das Anfertigen eines Bildes an einem Tag passierte. Stundenlang ein einziger Schaffensprozess, in dem ich auch nicht gestört werden durfte. Dies hatte jedoch zur Folge, dass ich in der Vergangenheit neben meinem Vollzeitjob immer nur sehr selten Zeit und Energie für so einen Kraftakt fand. Mal eben nebenbei was zeichnen? Das war undenkbar!
Der Umbruch kam, als ich mir im Sommer letzten Jahres ein wunderschönes Skizzenbuch kaufte, das gefüllt werden wollte. Ich begann einfach damit, es samt Stiftemäppchen von nun an immer in meiner Tasche dabei zu haben (schließlich fahre ich täglich fast 2 Stunden mit dem Zug) und meine Fahrtzeit zu nutzen. Ich erlebte einen Energiekick wie nie zuvor! Derart beflügelt male ich seitdem deutlich mehr und habe den Mut gefunden, dies auch online zu teilen. Egal, wie klein und einfach das Ergebnis ist. Damit gehe ich immer wieder ein Stückchen auf meinem Herzensweg und erinnere mich daran, einfach an mich zu glauben.
Eines dieser vermeintlich „kleinen Bilder“ ist nun der Grund, warum ich die Kleinschmidts in der neuen Ausgabe illustrieren darf. Kirsten war die richtige Person, zur richtigen Zeit, die eines meiner Bilder sah und davon berührt wurde. Dass es sich bei diesem kleinen Bild ausgerechnet um eine Zeichnung von meinem kleinen Traum-Atelier am Meer handelt, ist wie ein Wink des Himmels. Viele Jahre lang hatte ich immer wieder von so einem Moment geträumt und kann selbst jetzt noch kaum glauben, welche Tür sich da für mich geöffnet hat. Für diese neue Herausforderung habe ich mich nun zum allerersten Mal mit dem digitalen Zeichnen auseinandergesetzt. Nie zuvor habe ich meine unbequem gewordene Komfortzone so derart verlassen! Auch wenn ich manchmal Angst habe und die alten Zweifel an mir zupfen: Ich bin unglaublich neugierig und freue mich auf alles, was noch kommt! …und vielleicht ja auch mein kleines Atelier?